Entstehung, Entwicklung, örtliche Großereignisse

Gemeindevorsteher Martin Fötschl
1886
Gemeindevorsteher (Bürgermeister) Martin Fötschl, Tischlermeister und Kleinbauer,
Unternberg-Stranach (heutiger Hausname: Tischler) hat eine Gemeindefeuerwehr
organisiert.
1890
wurde eine Zeugstätte mit 5 x 7 m gebaut, beinhaltend auch einen Wohnraum für
Ortsarme.
Als erste Löschausrüstung wurden 60 Juteeimer beschaff t. Nächste Anschaffung
war eine Handspritze (diese war bis 1931 in Pischelsdorf in Verwendung).
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1895
wurde eine 4-Mann-Kolbenpumpe angeschafft.
1907
wurde durch nachstehende Personen (Gründungsmitglieder) die Freiwillige Feuerwehr
gegründet:
Johann Santner, Bauer und Gastwirt (Schilcher)
Franz Wieland, Tischlermeister
Peter Lüftenegger, Bauer (Jocham)
Johann Moser, Landarbeiter (beim Trinker im Dorf )
Alois Holzer, Bauer (Katschtaler)
Johann Wieland, Landarbeiter (beim Löcker)
Johann Santner, Bauer (Fingerlos)
Johann Lüftenegger, Bauer (Ruppenbauer)
Im Gründungsjahr gehörten 54 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr an.
1908
Die Zeugstätte wird im Ausmaß von 5 x 7 m erweitert.

Mannschaftsfoto 1908
1908
Ein händisch zu bedienender Hydrophor wurde gekauft und auf einen für Pferdebespannung
vorgesehenen Wagen aufgebaut. Kosten 1.200 Kronen.

1909
Aus der „Tauern-Post“ - Ausgabe 13. 02. 1909

Der Glückshafen beim Ball 1909 brachte einen Erlös von 764 Kronen.
Eine fahrbare Magirus-Schiebeleiter wurde um 774 Kronen gekauft.
Ein veranstaltetes Best-Kegelscheiben ergab einen Erlös von 925 Kronen.
1909 wurde dann noch von der Gemeinde eine Feuerlöschordnung erlassen, die
am 13.10.1910 von Landeshauptmann Winkler genehmigt wurde.
Auszug aus der Feuerlöschordnung, Abschnitt E) Alarmierung:


Feuerwehrmänner aus dem Ort wurden als Feuerboten mit Fahrrädern ausgestattet.
Gründungsmitglied und Tischlermeister Franz Wieland war auch einer der Feuerboten
(am nachstehenden Bild ganz links) und gab im Alarmfall jahrelang die
Hornsignale.

Feuerboten um 1900
Aus der „Tauern-Post“ – Ausgabe 06. 02. 1915

1921
Am 2. März brannte die Ranner-Keusche vollständig nieder.
Aus der „Tauern-Post“ - Ausgabe 05.03.1921


Aus der „Tauern-Post“ – Ausgabe 12.02.1921

1921 erhielt die Gemeinde Unternberg die Stromversorgung. Auch in die Feuerwehr-
Zeugstätte wurde der Strom eingeleitet.
1925
wurde zur Löschwassersicherung im Ortszentrum ein Wasserbassin in Tiefbrunnenform
gebaut in dem je nach Grundwasserstand rund 100 m3 Löschwasser zur
Verfügung stand (am Bild unter dem Satteldach im Vordergrund).
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1928
wurde von der Feuerwehr Wien eine Abprotzspritze Baujahr 1886 (händisch zu
bedienen) gekauft.
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1931
wurde eine 21 PS-Zweitakt-Pumpe gekauft
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Für die angeschaffte Zweitakt-Pumpe fand ein feierlicher Weiheakt statt.
Eine Episode dazu: Der Feuerwehr-Schriftführer und Volksschullehrer Alois Klotz
lernte Feuerwehrmännern zum Kirchengesang die Schubertmesse ein zu der Klotz
die Orgel spielen wollte. Der Organist war über den Eingriff in seiner Funktion
erbost, sperrte die Orgel ab und blieb der Kirche fern.
Mit einem Stemmeisen brach man die Orgel auf, erst dann konnte der Festgottesdienst
mit Alois Klotz an der Orgel beginnen.
Katastrophales Hochwasser am 19. Juli 1931
Totalbrand der Sagl-Keusche am 29. Oktober 1931
1934
wurde von der Feuerwehr Itzling eine 6-8 Mann Kolbenpumpe gekauft
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1941
Totalbrand des Wohnhauses mit Kleinstall von Th omas Ansperger
1942
Ankauf einer 4-Takt Motorspritze (DKW 800 l/min, Rosenbauer)
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1947
Großbrand beim Weber- und Holzergut in Unternberg
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1949
Hochwasserkatastrophe am 16. August
1954
wurde von Flachgauer Bauern ein Steyr-Allrad-Lkw, 85 PS, Eig. Gewicht 2.800 kg,
1.800 kg Nutzlast, Bj. 1950 gekauft und von der Fa. Siegl, Tamsweg mit einem
Aufbau zum Mannschaftstransport versehen.
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1956
Großbrand in Pischelsdorf am 8. Juli (beim Esser: Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude;
beim Ruppenbauer: Wohnhaus).
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1957
Für den Ort Unternberg wurde durch die Wassergenossenschaft ein Wasserversorgungsnetz
fertiggestellt. Unverzüglich wurde eine Anzahl von Hydranten aufgestellt
und in der Folgezeit weitere angeschlossen.
Ankauf einer VW-Tragkraftspritze
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1959
Hochwasserkatastrophe am 13. August
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1963
Ankauf eines LLF-Opel Blitz mit Vorbaupumpe. Dieses Fahrzeug war bis 2004 im
Einsatz
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Installierung einer Sirene. Bis zur Sireneninstallierung erfolgte die Alarmierung
nach der Feuerlöschordnung 1909 (Kirchenglocken, Hornisten)
1966
Katastrophale Hochwasser im August und November 1966
1967
Bezug einer neuen Zeugstätte im Amtsgebäude der Gemeinde Unternberg
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des neuen gemeinsamen Amtsgebäudes der Gemeinde, der Raiffeisenkasse
und der Feuerwehr Unternberg am Sonntag, dem 22. 10. 1967 in Unternberg
1990/1991
Bau eines neuen Feuerwehrhauses mit zeitgemäßem Raum und Funktionsräumen. Das
Haus beinhaltet auch das Probenlokal der Trachtenmusikkapelle und 1 Wohnung
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1992
Ankauf eines TLF-A 3000 MAN 16.322
2004
Ankauf eines LF-A MAN und von 2 TS Magirus (1.400 ltr)
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Der Freiwilligen Feuerwehr Unternberg gehören im Jubiläumsjahr 64 aktive Feuerwehrmänner an.
In den ganzen Jahren seit Bestehen der Feuerwehr wurden außer den vorerwähnten
maschinellen Geräten, Fahrzeugen und Baulichkeiten eine Vielzahl an Ausrüstungsgegenständen und Einrichtungen zur bestmöglichen Gewährleistung der Einsatzbereitschaft beschafft.
Die Ortsfeuerwehrkommandanten seit 1907
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| Johann Santner 1907 bis 1922 1927 bis 1936 |
Josef Ansperger 1922 bis 1925 |
Peter Lüftenegger 1925 bis 1927 |
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| August Aigner 1936 bis 1947 |
Peter Santner 1947 bis 1948 |
Johann Rauter 1948 bis 1977 |
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| Rudolf Schlick 1977 bis 1999 |
Johann Tanner 1999 bis lfd. |
1838 wütete ein Großbrand in Neggerndorf. Die Bauernhäuser Kneissl, Graggaber,
Urban, Kößlbacher sowie der Urban-Stall brannten nieder; verursacht durch
brennendes Fett beim sogenannten „Schmalz auslassen“.
Am 22.05.1874 (ein Pfingstsamstag) wurde beim Jocham-Stadl ein Brand gelegt,
durch welchen dieses Objekt, das Jocham Wohnhaus, das Bartlergut und das Wolfengut
niederbrannten. Durch sturmartigen Wind flogen brennende Schindeln bis
ins Kühbarm-Feld























